Kategorien
Allgemein Kultur und Gesellschaft Wissenschaft und Ethik

Feministischer Lügendetektor

Über den Unsinn der sprachlichen Verweiblichung

Was ist bloss los mit unserer Grammatik? Gibt es nicht mehr nur das männliche und weibliche Geschlecht in Einzahl (Singular) und Mehrzahl (Plural)? In der Mehrzahl sind offensichtlich nicht mehr nur alle männlichen und weiblichen Wesen enthalten, sondern es muss für die Mehrzahl der weiblichen Wesen eine neue Form gebildet werden, damit man ja weiss, dass in der Mehrzahl nicht nur die männlichen und weiblichen Wesen gemeint sind, sondern die weiblichen Wesen extra nochmals hervorgehoben werden sollen. Was für ein feministisches Spielchen wird denn da getrieben? Aber urteilen Sie selbst anhand der folgenden Tabelle:

OriginalgeschlechtAlternativgeschlechtMehrzahl (Plural)VerweiblichungLügendetektor
der Mannkein Begriffdie Männerunerlaubtwahr
die Fraukein Begriffdie Frauenunerlaubtwahr
der Vaterkein Begriffdie Väterunerlaubtwahr
die Mutterkein Begriffdie Mütterunerlaubtwahr
das Männleinkein Begriffdie Männleinunerlaubtwahr
das Fräuleinkein Begriffdie Fräuleinunerlaubtwahr
das Kindkein Begriffdie Kinderunerlaubtwahr
der Knabekein Begriffdie Knabenunerlaubtwahr
das Mädchenkein Begriffdie Mädchenunerlaubtwahr
die Wahrheitkein Begriffdie Wahrheitenunerlaubtwahr
die Lügekein Begriffdie Lügenunerlaubtwahr
der Christdie Christin (ist falsch, da Jesus ein Mann ist und der Name auf ihn zurückgeht)die Christendie Christinnen (ist falsch, da Jesus ein Mann ist und der Name auf ihn zurückgeht)theologisch falsch
der Präsidentdie Präsidentindie Präsidentendie PräsidentinnenPleonasmus, Tautologie
der Leserdie Leserindie Leserdie LeserinnenPleonasmus, Tautologie
der Soldatdie Soldatindie Soldatendie SoldatinnenPleonasmus, Tautologie
der Mörderdie Mörderindie Mörderdie MörderinnenPleonasmus, Tautologie
der Lügnerdie Lügnerindie Lügnerdie LügnerinnenPleonasmus, Tautologie
der Zivilistdie Zivilistindie Zivilistendie ZivilistinnenPleonasmus, Tautologie
der Politikerdie Politikerindie Politikerdie PolitikerinnenPleonasmus, Tautologie
der Feministdie Feministindie Feministendie FeministinnenPleonasmus, Tautologie
der Kundedie Kundindie Kundendie KundinnenPleonasmus, Tautologie
die Täterkarteidie Täterinkartei (?)die Täterkarteidie Täterinnenkarteieine Täterkartei nur mit Frauen, macht das Sinn?

Die Verweiblichung in der Grammatik öffentlicher Medien

Es scheint, dass die öffentlichen Medien eine eigene Grammatik entwickelt haben, wie obige Tabelle (kein Anspruch auf Vollständigkeit) zeigt. Öffentliche Radio- und/oder Fernsehanstalten im deutschsprachigen Raum wiederholen nahezu krankhaft neben der normalen Mehrzahlbildung die Mehrzahlbildung der weiblichen Form. Wozu dieser «weisse Schimmel» oder Pleonasmus? Wenn dies in einem öffentlichen Beitrag gemacht wird, d.h. ständig praktiziert wird, kann die Zeit unnötig verlängert werden, zu Lasten der Zuhörer, aber nein, eben nicht der Zuhörerinnen, denn die Frauen sind im Begriff «Zuhörer» bereits inkludiert (generisches Maskulinum)! Das hat doch nichts mit einer Geringschätzung der Frauen zu tun!. Oder soll man beispielswese neben dem Mörder (Dativ, Einzahl männlich), der Mörderin (Dativ, Einzahl, weiblich) die Mörder (Akkusativ, Mehrzahl, männlich und/oder weiblich) noch explizit die Mörderinnen (Akkusativ, Mehrzahl, nochmals weiblich) erwähnen, dass es, jawohl, auch expressis verbis die weiblichen Mörder (Akkusativ, Mehrzahl, männlich) gibt? «Irrtum», sprach der Igel und stieg vom Kaktus. Nicht mit uns! Wir verstehen noch etwas von der Begriffsbildung (Abstraktion)!

Oder haben Sie schon etwas von einer Verkehrssünderinnenkartei gehört? Oder gibt es in Deutschland auch Schweizerinnen und/oder Österreicherinnen Banken? Oder wie hoch ist heute der Schweizerinnen Franken? Und wer hat eigentlich diesen Genderinnen Gaga erfunden? Finden Sie nicht auch: «Genug ist genug!» Oder müssten wir (die Gesellschaft) für den Begriff «genug» nicht noch eine weibliche Form einführen, wo explizit nur die Frauen gemeint sind? Abstrahiert denn der Begriff «genug» nicht genug von den Akzidentien, so dass er allgemein gilt?

Weitere Hinweise und Quellen

Kategorien
Allgemein Informatik Kultur und Gesellschaft Kunst Wissenschaft und Ethik

Wie wahrscheinlich ist die nächste Finanzkrise?

Das World Economic Forum 2018 fand vom 23. bis 26. Januar in Davos statt

https://webcasts.weforum.org/widget/1/davos2018?p=1&pi=1&id=a0Wb000000AlFjJEAVDas jährliche Meeting des World Economic Forums (Annual Meeting) fand heuer zum 48. Mal von 23. bis 26. Januar 2018 in Davos-Klosters statt, Wie in den vorigen Jahren trafen Staatschefs, Regierungen und internationale Organisationen mit namhaften Business Leaders der Civil Society, Wissenschaftlern, Künstlern und Medienleuten zusammen. Der aufsehenerregendste Teilnehmer war wohl US-Präsident Donald Trump. Er hielt am Freitag, 26. Januar, die Abschlussrede. Den Platz der Eröffnungsrede hatten die Organisatoren zuvor bereits an Indiens Premierminister Narendra Modi vergeben. Aber diese Rede wurde dann für den Eröffnungstag vorgesehen.

Kategorien
Informatik Wissenschaft und Ethik

Erfinder von Pascal, Modula und Oberon ist auch Telematikpionier

Im TELEMATIK Spektrum-Gespräch: Dr. Niklaus Wirth

Bild: Louis A. Venetz
Prof. Dr. Niklaus Wirth (@Infogem)

Zu seinem 60. Geburtstag wurde zu Ehren von Professor Dr. Niklaus Wirth an der ETH Zürich eine internationale Konferenz über „Programming Languages and System Architectures“ abgehalten. Im Springer Verlag sind dazu die Lecture Notes in Computer Science Nr. 782 erschienen. Persönlichkeiten wie E.W. Dijkstra, C.A.R. Hoare, B. Lampson und M. Reiser waren zugegen und würdigten – jeder auf seine Art – den Computerpionier. In der Folge konnte TELEMATIK Spektrum (TS) mit diesem originellen Mann und elffachen Buchautor ein Gespräch führen. Sie erfahren hierin, warum er nicht nur Vater von Computersprachen sondern auch europäischer Telematikpionier ist. Das Interview wurde vom damaligen Chefredaktor des TELEMATIK Spektrums, Louis A. Venetz, am 7. Juni 1994 geführt.