Der HYDROGEN DIALOGUE Summit & Expo in München ist der zentrale Treffpunkt der Wasserstoffgemeinschaft im Rahmen von The smarter E Europe. Entscheider und Fachleute aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sowie zahlreiche Hightech-Unternehmen kommen hier zusammen, um den Markthochlauf von Wasserstoff zu diskutieren und voranzutreiben.
Auf dem HYDROGEN DIALOGUE in München erwarten Sie inspirierende Keynotes und Vorträge sowie spannende Podiumsdiskussionen zu aktuell relevanten Themen im Bereich Wasserstoff sowie umfassende Firmen- und Projektpräsentationen renommierter Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Lernen Sie von den Erfahrungen der Wasserstoffgemeinschaft, wie Herausforderungen gemeistert und Wasserstoffprojekte in die Umsetzung gebracht wurden. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich mit Ihren Fragen direkt in das Geschehen einzubringen und bei diesem wichtigen Thema mitzudiskutieren.
Zudem können Sie sich in Best Practice Hubs auf Projektvorstellungen, Erfolgsgeschichten und Erfahrungsaustausch freuen. In der begleitenden Wasserstoffmesse der HYDROGEN DIALOGUE Messe München können Sie sich außerdem über die neusten Technologien und ihre Anwendung informieren. Der HYDROGEN DIALOGUE Summit & Expo in München bietet den nationalen und internationalen EntscheiderInnen und ExpertenInnen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Wasserstoffwirtschaft einen Branchentreffpunkt, bei dem Austausch auf Augenhöhe, Networking und Business im Fokus stehen.
Neue H₂-Methode verspricht CO₂-freie Ammoniak-Herstellung
Forscher des MIT haben eine revolutionäre Methode zur Ammoniak-Produktion entwickelt. Sie nutzen dabei die natürliche Wärme und den Druck im Erdinneren.
Wasserstoff-Kernnetz soll 2025 mit 525 Kilometern starten
2025 sollen die ersten 525 Kilometer des neuen bundesweiten Wasserstoff-Netzes fertig werden. Die beteiligten Gasnetzbetreiber sind zuversichtlich, dass das auch klappt. «Uns liegen aktuell keine Erkenntnisse über Verzögerungen im Laufe des Jahres 2025 vor», erklärt der Branchenverband Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas (FNB Gas) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Die Wasserstoffwirtschaft verspricht tausende neue Arbeitsplätze in Österreich. Ein neuer Studiengang bildet nun Generalisten für die Branche aus, die gerade erst im Entstehen ist
Wasserstoff für die Energiewende – ein Thema, das polarisiert. Mal wird er als Heilsbringer gelobt, der Öl und Gas überall ersetzen soll, dann wird er wieder als zu ineffizient totgesagt. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.
Wasserstoffanlage im französischen Port-Jerome: Ganze Industrien müssen in den nächsten Jahrzehnten weg vom Erdgas.https://search.app/ZnMQVuGrDYUUKEpz9
Der Gewinn des Deutschen Zukunftspreises durch das Bosch-Team – Pierre Andrieu, Christoffer Uhr und Kai Weeber (von links nach rechts) – ist eine großartige Anerkennung und Bestätigung für den eingeschlagenen Weg des Unternehmens: Bosch bietet skalierbare Lösungen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über den Transport bis hin zur Anwendung.
Foto: Deutscher Zukunftspreis/Ansgar Pudenz
“Der Preis ist eine herausragende Anerkennung für das gesamte Team. Er zeigt, welches Innovationspotenzial in Wasserstoff steckt – und welch entscheidende Rolle Bosch dabei spielt.”
„Die Technologie steht bereit. Jetzt braucht es auch den politischen Willen, den Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoff-Wirtschaft konsequent voranzutreiben. Nur so können Brennstoffzellen-Antriebe für Nutzfahrzeuge zur Alltagstechnologie werden. Als Industrie haben wir unsere Hausaufgaben gemacht.“
„Mit dem Fuel Cell Power Module [FCPM] zeigt Bosch, dass Wasserstofftechnologie serienreif ist und einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs leisten kann. Die Kombination aus Ingenieurskunst, Erfahrung und Systemverständnis macht das Antriebssystem zu einem wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität.“
Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.
Das prämierte Fuel Cell Power Module [FCPM] wandelt Wasserstoff und Sauerstoff in elektrische Energie um. So können Nutzfahrzeuge auf langen Strecken vollständig CO₂-frei betrieben werden – sofern sie grünen Wasserstoff im Tank haben. Die einzige verbleibende Emission ist Wasserdampf. Damit leistet Bosch einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität im Güterverkehr. Schwere Lkw verursachen in der EU mehr als ein Viertel der CO₂-Emissionen des Straßenverkehrs, sind gleichzeitig aber unverzichtbar für den Waren- und Gütertransport.
Mehrere tausend Lkw sind mit Bosch-System auf der Straße
Der Serienstart des FCPM erfolgte 2023 im Werk Stuttgart-Feuerbach, kurz darauf auch im chinesischen Chongqing. Mit mehr als tausend Einzelteilen zählt das FCPM zu den komplexesten Systemen in der fast 140-jährigen Bosch-Geschichte – und zugleich zu den zukunftsweisendsten. Vom Stack über die Rezirkulationspumpe bis hin zum Luftverdichter stammen alle Schlüsselkomponenten aus eigener Entwicklung und Fertigung. Das Antriebsmodul selbst kann dort eingebaut werden, wo bislang der Verbrennungsmotor seinen Platz hat. Statt Dieseltanks kommen Drucktanks für den Wasserstoff zum Einsatz. Die Betankungszeiten sind mit rund 15 Minuten vergleichbar. Je nach Fahrzeuglayout sind bei ökonomischer Fahrweise bis zu 1000 Kilometer mit einer Tankfüllung von rund 70 Kilogramm Wasserstoff möglich.
Bereits heute sind weltweit mehrere tausend Lkw mit dem FCPM von Bosch unterwegs. Die im Feld befindlichen Module generieren wertvolle Entwicklungsdaten: Viele Systeme existieren sowohl physisch im Fahrzeug als auch als Digitaler Zwilling im virtuellen Raum. Parameter wie Temperatur, Druck und Verschleiß lassen sich kontinuierlich überwachen und können direkt in die Entwicklung der nächsten Generation des Antriebssystems einfließen. Die FCPM-Technik kann dabei nicht nur in Lkw genutzt werden, auch Antriebe für Busse oder maritime Antriebe lassen sich realisieren. Zudem können Rechenzentren dezentral mit CO₂-frei erzeugtem Strom versorgt werden. In PEM-Elektrolyse-Stacks (PEM = Protonen-Austausch-Membran), die nach dem umgekehrten Prinzip funktionieren, nutzt Bosch die Technologie außerdem für die Erzeugung von Wasserstoff aus Wasser und Strom – einem weiteren wichtigen Baustein in der Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Nach dem Markteintritt seiner Elektrolyse-Stacks im April hat das Unternehmen kürzlich erstmals einen Elektrolyseur mit eigener Elektrolyse-Technik am Standort in Bamberg in Betrieb genommen.
Fünfmal war Bosch zwischen 1998 und 2013 für den Deutschen Zukunftspreis nominiert, dreimal wurden Teams von Bosch oder mit Bosch-Beteiligung ausgezeichnet: 2005 für Piezo-Injektoren, 2008 für smarte Sensoren sowie 2013 gemeinsam mit Trumpf und der Uni Jena für Ultrakurzpulslaser. Mit dem Deutschen Zukunftspreis 2025 für das Fuel Cell Power Module führt Bosch diese Erfolgsgeschichte fort. Das Unternehmen zeigt damit nicht nur seine technologische Stärke, sondern auch seine Vision für die Zukunft: Eine Welt, in der Wasserstoff und Brennstoffzellen entscheidend zur Dekarbonisierung des Verkehrs beitragen.
Deutscher Zukunftspreis 2025 Award for Bosch
Quelle: Grafik erstellt mit Microsoft Copilot, 2025. Verwendung im Rahmen redaktioneller Berichterstattung zulässig.
NASA-Forschungsprojekt in der Arktis Foto: Kathryn Hansen/NASA/Climate Visuals
Durchbruch: Wasserstoff H₂ wird günstiger!
Mit der neuen Kapillarelektrolyse soll grüner Wasserstoff bald genauso günstig produziert werden wie Erdgas. Das behauptet ein Unternehmen aus Australien und auch ein Professor aus Deutschland: 98 Prozent Wirkungsgrad im Labor, 95 Prozent im industriellen System – das entspricht gerade mal 41,5 Kilowattstunden Strom pro Kilogramm Wasserstoff. Das sind Leistungswerte, von denen klassische Elektrolyseanlagen noch träumen müssen.
Genau diese Technologie ist jetzt auf dem Sprung von der Forschung in die industrielle Wirklichkeit. Und es ist bereits ein großes Pilotprojekt angelaufen, das Deutschland mit ins Boot holt. Wir schauen uns heute also an, was wirklich dran ist an den Versprechungen, wir sprechen mit einem Experten vom Fraunhofer IKTS, der an der Technologie forscht und die Aussagen einordnet: wieso die Kapillarelektrolyse so viel billiger und effizienter sein soll, als bisherige Elektrolysetechniken und was Deutschland mit dem Ganzen zu tun hat.
Start-up aus Ebersbach erzeugt grünen Wasserstoff H₂ aus Plastikabfällen
Vor allem zwei Dinge stellen die Welt vor große Herausforderungen: die wachsenden Müllberge durch Plastik und der hohe Bedarf an klimafreundlichem Wasserstoff. Ein Start-up aus Ebersbach will nun beide Probleme gleichzeitig entgegenwirken.
Allein in Deutschland fielen 2021 pro Kopf 237 Kilogramm Verpackungsabfall an – der zweithöchste Wert in der EU. Gleichzeitig benötigt Deutschland laut der nationalen Wasserstoffstrategie bis 2030 etwa drei Millionen Tonnen Wasserstoff, ein Großteil davon muss importiert werden.
Natürlicher Wasserstoff H₂: Vorkommen größer als gedacht, Energie für 200 Jahre entdeckt.
Die Entdeckung riesiger Wasserstoffreservoirs hat zu einer Neubetrachtung der potentiellen Vorräte weltweit geführt. Im besten Fall entsprechen sie 1.000 Jahren fossiler Rohstoffnutzung.
So kommt eine gerade in Science Advances erschienen Studie zu dem Urteil, dass die bisherigen Annahmen zur potentiellen Gewinnung von Wasserstoff aus natürlichen Quellen um ein Vielfaches zu niedrig angesetzt sind.
Der energiereiche und flexible wie flüchtige Wasserstoff ist schwer einzufangen. (Bildquelle: pixabay/akitada31)https://search.app/jS9z138CZNqAhjLAA
Strom, Wärme und Wasserstoff: Neuartiges Kraftwerk ist eine eierlegende Wollmilchsau
In der Uckermark gibt es ein Kraftwerk, das sich nicht nur auf die Stromproduktion selbst konzentriert, sondern überschüssige Energie sofort verwenden kann. Dabei entsteht zusätzlich auch Wasserstoff H₂und Wärme.
Auf einer Fläche von 1.600 Quadratkilometern befindet sich in der Uckermark das Verbundkraftwerk des Energie-Unternehmens Enertrag. Das Kraftwerk besteht aus verschiedenen Modulen und kann so mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllen. Mithilfe von Windrädern und Solarmodulen produziert die Anlage Strom aus Wind und Sonne. Überschüsse werden anschließend in einem Elektrolyseur in Wasserstoff umgewandelt.
Die ETH-Forschenden Samuel Heiniger (links, mit einem Glas Eisenerz) und Professor Wendelin Stark vor den drei Eisenreaktoren am Campus Hönggerberg der ETH Zürich. (Bild: ETH Zürich)
ETH Zürich verwendet eine reversible Methode, um Wasserstoff H₂ sicher und langfristig zu speichern.
Bis 2050 soll Photovoltaik über 40 Prozent des Schweizer Strombedarfs decken. Doch Solarstrom fliesst nicht immer dann, wenn man ihn braucht: Im Sommer gibt es zu viel davon und im Winter, wenn die Sonne seltener scheint und Wärmepumpen auf Hochtouren laufen, zu wenig. Gemäss der Energiestrategie des Bundes will die Schweiz die Winterstromlücke mit einer Kombination aus Importen, Wind- und Wasserkraft sowie durch alpine Solaranlagen und Gaskraftwerke schliessen.
Eine Möglichkeit, den Anteil der Importe und von Gaskraftwerken im Winter möglichst klein zu halten, ist die Produktion von Wasserstoff aus günstigem Solarstrom im Sommer, der dann im Winter verstromt werden könnte. Doch Wasserstoff ist hochentzündlich, extrem flüchtig und macht viele Materialien spröde. Um das Gas vom Sommer bis in den Winter zu speichern, sind spezielle Druckbehälter und Kühltechniken erforderlich. Diese benötigen viel Energie und der Bau der Speicheranlagen ist aufgrund der vielen Sicherheitsvorkehrungen sehr teuer. Zudem sind Wasserstofftanks nie ganz dicht, was die Umwelt belastet und zusätzliche Kosten verursacht.
Wendelin Stark, ETH-Professor für funktionale Materialien am Departement Chemie und Angewandte Biowissenschaften, haben nun eine neue Speichertechnik entwickelt, um Wasserstoff saisonal zu speichern. Diese Art der Speicherung ist viel sicherer und günstiger als bestehende Lösungen. Dazu nutzen die Forschenden eine bekannte Technologie und das vierthäufigste Element der Erde: Eisen.
Fig. 1 (a) Mismatch between the annual PV production and electricity demand in Switzerland in 2017. The production and demand are both normalized to their annual average values, corresponding to a future situation where production and demand are equal (100% on the horizontal axis in b). (b) Self-sufficiency in winter (defined as the time duration that solar PV and storage could cover the electricity need from Dec to Feb) as a function of installed PV capacity. Three cases are presented: no storage; with day–night storage (e.g. batteries in households); and with both day–night and seasonal storage (detailed calculation in ESI Notes 2–3†). (c and d) Schematic representation of iron-based seasonal energy storage. => Safe seasonal energy and hydrogen storage in a 1 : 10 single-household-sized pilot reactor based on the steam-iron process.
Katalyse ist die Wissenschaft von der Beschleunigung chemischer Elementarprozesse. Durch die Anwendung leistungsfähiger Katalysatoren laufen chemische Reaktionen bei gleichzeitiger Erhöhung der Ausbeute, Vermeidung von Nebenprodukten und Senkung des spezifischen Energiebedarfs ressourcenschonend ab. Der globalen Forderung nach einer effizienten Nutzung aller Ressourcen kann nur mit einer effizienten Katalyseforschung entsprochen werden. Schon gegenwärtig durchlaufen vier von fünf chemischen Produkten bei Ihrer Herstellung einen Katalysezyklus. So stellt die Katalyse eine Querschnittswissenschaft dar, die dazu beiträgt, Lösungen für die wesentlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu finden.
Wir «backen» uns einen Wasserstoffspeicher wie eine einfache Zutat wie Natron, die die Energiewende befördert
Noch immer suchen Forscher nach einem idealen Weg zur sicheren und stabilen Speicherung von Wasserstoff, dem Hoffnungsträger der Energiewende. Wie sich dieses flüchtige und brennbare Gas gefahrlos und mit einfachen „Zutaten“ bändigen lässt, darüber berichten Forscher vom Leibniz-Institut für Katalyse in Rostock, LIKAT, und der Firma H2APEX in der jüngsten Ausgabe von NATURE COMMUNICATION.
Sie entwickelten gemeinsam ein homogenes Katalysatorsystem, mit dem sie Wasserstoff (H₂) an Kaliumbikarbonat binden und auf diese Weise sicher und stabil chemisch speichern können. Bikarbonat ist ein Salz der Kohlensäure, landläufig als Backpulver oder Natron bekannt.
A Green hydrogen pathway from production to utilization. Excess energy from renewable sources can be used to electrolyze water. The hydrogen can then be chemically stored in so called hydrogen carriers (HC) and released using suitable catalysts. Finally, energy can be recovered via combustion or fuel cell5. B Overview of volumetric and gravimetric energy densities for various energy carriers30,31. C Chemical hazards of loaded HC compared to H2. [1] Hazardous symbols are listed for DBT. => Nature Communication
Transport und Lagerung von Wasserstoff sind eine Herausforderung, da er sich leicht verflüchtigt und explosiv ist. Ein Erlanger Unternehmen hat ein relativ günstiges und sicheres Verfahren entwickelt. Nun gibt es Geld vom Deutschen Bund und dem Freistaat Bayern.
72,5 Millionen Euro hat das Erlanger Unternehmen Hydrogenious LOHC (Liquid Organic Hydrogen Carrier) vom Deutschen Bund und Freistaat Bayern bekommen. Der Bund übernimmt 70 Prozent der Mittel, der Freistaat Bayern 30 Prozent. Mit dem Geld soll ein Zentrum im bayerischen Donauraum gebaut werden, bei dem die Industrie mit grünem Wasserstoff versorgt wird. Weitere Infos: siehe Link.
E-Auto fahren und dennoch nur wenige Minuten fürs Tanken halten müssen? Ist das möglich? Natürlich, mit Wasserstoffautos wie dem BMW iX5 Hydrogen. Doch wie funktioniert ein Wasserstoffauto? Was ist ein Brennstoffzellsystem? Welche Vorteile bietet diese Technologie, vor welchen Herausforderungen steht sie? Wir klären für Sie die wichtigsten Fragen.
Dieser Blog-Artikel sammelt Infos über Wasserstoff H₂ Brennstoffzellen [kurz: H₂BZ] aller Art, deren Technik und Einsatz
Was macht eine Brennstoffzelle mit Wasserstoff H₂?
Zur Verstromung von Wasserstoff(H2) wird eine Brennstoffzelle benötigt, konkret handelt es sich dabei genau genommen um eine Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzelle. Man spricht auch oft einfach von der „Wasserstoff-Brennstoffzelle“. Im Folgenden werden „Brennstoffzelle“ und „Wasserstoff-Brennstoffzelle“ synonym verwendet. In Wasserstoff-Brennstoffzellen dient Wasserstoff als Brennstoff und Sauerstoff (O2) als Oxidationsmittel. Indem sie chemische Energie direkt in elektrische Energie und Wärme umwandeln, verfügen Wasserstoff-Brennstoffzellen über signifikant höhere Wirkungsgrade als konventionelle Kraftwerke.
In Kombination mit einem Brennstoffspeicher und einer Wasserstoff-Rezyklierung ermöglichen Brennstoffzellsysteme eine schadstofffreie Energieerzeugung. Das Leistungsspektrum von Wasserstoff-Brennstoffzellen reicht vom sub-kW-Bereich einzelner Zellen bis in den MW-Bereich in Form virtueller Kraftwerke. Dabei erstreckt sich das Einsatzgebiet von Wasserstoff-Brennstoffzellen von der Wärme- und Stromversorgung in Gebäuden über netzferne Anwendungen bis hin zum Antrieb von Fahrzeugen, Flugzeugen und Schiffen. Gerade durch die Diskussionen rund um die Rolle von Wasserstoff für die E-Mobilität sind Brennstoffzellen verstärkt in den Fokus gerückt.
Wie funktioniert eine Brennstoffzelle und wie ist diese aufgebaut? Eine Brennstoffzelle besteht aus einem Verbund von mehreren Zellen, die durch Separatoren getrennt werden und zu einem Stapel bzw. Stack angeordnet sind. Der Aufbau einer Brennstoffzelle erfolgt planar in Schichten oder bei oxidkeramischen Brennstoffzellen auch tubular als Röhrensystem. Für die Funktionsweise von Brennstoffzellen spielt die Elektrolyse eine entscheidende Rolle: Den Kern einer einzelnen Brennstoffzelle bildet ein flüssiger bzw. fester Elektrolyt, der beidseitig von bipolaren Elektrodenplatten (Anode und Kathode) eingefasst ist.
Diese Platten besitzen eine poröse Diffusionsschicht (GDL – Gas Diffusion Layer), welche die Reaktionsgase über eine edelmetallbeschichtete Katalysatorfläche führen (Nieder- und Mitteltemperaturbereich) bzw. über einen Katalysator aus Nickel, Keramik oder Stahl (Hochtemperaturbereich). Auf diese Weise wird bei den meisten Brennstoffzellentypen anodenseitig der Wasserstoff gespalten und die Elektronen werden zum elektrischen Verbraucher abgeführt. Die Wasserstoffprotonen wandern durch den Elektrolyten zur Kathodenseite und verbinden sich dort mit dem zugeführten Sauerstoff zu Wasser (H2O).
Wirkungsgrad von Wasserstoff H₂BZ-Brennstoffzellen
Zur Stromerzeugung nutzen Brennstoffzellen Wasserstoff. Der Wasserstoffantrieb in einem Brennstoffzellenfahrzeug ist ein bekanntes Beispiel: Der Strom aus der Brennstoffzelle treibt entsprechende Fahrzeuge an, wobei aus dem Auspuff letztlich nur emissionsfreier Wasserdampf ausgestoßen wird. Aktuell beträgt der Wirkungsgrad einer Brennstoffzelle circa 60 %. Diese Technik ist nicht zu verwechseln mit derjenigen eines Wasserstoffmotors, bei dem es sich nämlich um einen Wasserstoffverbrennungsmotor handelt.
Zum Vergleich: Die Elektrolyse besitzt einen Wirkungsgrad von 60 bis 70 %. Ein moderner Ottomotor bzw. Benziner hat einen Wirkungsgrad von etwa 24 %, Dieselmotoren sind dagegen in der Lage, rund 40 % der im Kraftstoff gespeicherten Energie zu nutzen. Auch Flugzeugtriebwerke erreichen je nach Qualität des Triebwerks ähnliche Wirkungsgrade wie Fahrzeugmotoren. Somit spricht vieles für den Einsatz der Brennstoffzelle bei Fahrzeugen, die täglich größere Strecken zurücklegen und größere Lasten bewegen müssen.
Ein Großauftrag zeigt: Deutschlandweit wechseln ÖPNV-Anbieter wie in Köln auf den klimafreundlichen Antrieb mit Wasserstoff. Warum er sich dort durchsetzt – und bei Speditionen nicht.
Wasserstoffbetriebene Linienbusse des nordirischen Herstellers Wrightbus in Köln: Sie fahren mit Brennstoffzellen statt Batterien. Foto: Wrightbushttps://search.app/fXJDKGkif5zX7RSWA
Mit Rochenform: Siemens enthüllt innovatives Wasserstoff-Flugzeug
Siemens und JetZero setzen auf Innovation: Gemeinsam entwickeln sie ein revolutionäres Flugzeug in Rochenform, das die Treibstoffeffizienz um 50 Prozent steigern soll. Der Clou: Es könnte künftig mit Wasserstoff betankt werden und emissionsfrei fliegen.
Mireo Plus H: Züge in Berlin-Brandenburg fahren mit Wasserstoff H₂ aus Österreich
Mit der Heidekrautbahn geht ein weiteres Wasserstoffnetz in Betrieb, das wissenschaftlich begleitet wird. Doch am Anfang fahren die Züge nicht umweltfreundlich, da grüner Wasserstoff fehlt. Außerdem hoffen alle, dass die Siemens-Züge zuverlässiger sind als die Konkurrenz von Alstom.
Fahrplanstart für Bayerns ersten klimaschonenden H₂BZ-Zug
Wasserdampf statt Abgaswolke: Aus Wasserstoff erzeugter Strom soll einen Zug ab sofort antreiben. Der pendelt fahrplanmäßig zunächst zwischen Augsburg und Füssen. Bayerns Schienenverkehr revolutionieren wird die neue Technik [Anm. d. Red.: die fossil-verwöhnten Skeptiker] aber wohl nicht.
Lediglich an der Lackierung und an dem «H2»-Symbol an der Seite des Zugs und im Fahrplan der Bayerischen Regiobahn (BRB) können Passiere ihn erkennen. Einen gewaltigen Unterschied gibt es aber trotzdem: Statt klimaschädlichem Kohlendioxid stößt der Zug nur Wasserdampf aus, wenn er mit seinen 2.300 PS durchs Allgäu fährt.
Hyundai beliefert Elektroautowerk in Georgia mit Brennstoffzellen-Lkw
Die Hyundai-Logistiktochter Glovis will 21 Brennstoffzellen-Lkw des Typs Hyundai Xcient einsetzen, um das US-Elektroauto-Werk von Hyundai in Georgia zu beliefern
Nach der Inbetriebnahme werden die neuen Xcient-Lastwagen der Klasse 8 mit Wasserstoff-Brennstoffzelle Fahrzeugteile von HMGMA-Zulieferern in der Region zum Werk in Georgia transportieren. Hyundai gibt weiter an, dass die 21 Xcient-Lastwagen mehr als ein Drittel der Lastwagenflotte von Glovis America bei der Hyundai Motor Group Metaplant America (HMGMA) ausmachen werden.
Glickenhaus kündigt einen Wasserstoff-Pick-up für den Massenmarkt an. Der Brennstoffzellen-H₂BZ–Truck soll bei den Betriebskosten auf Diesel-Niveau liegen.
Mit dem Boot hatten die Amerikaner vor einigen Jahren noch einen Hardcore-Geländewagen ins Programm genommen, der für Wüstenrennen wie die Baja konzipiert war. Mit dem jetzt angekündigten H2 Zero Emission Pick-up soll tatsächlich ein Modell kommen, das eine breite Kundschaft ansprechen soll. Vorgestellt wurden die Pläne mit einem kurzen Facebook-Post auf der Unternehmensseite.
Die Scuderia Cameron Glickenhaus ist eigentlich bekannt für seine Langstreckenrennwagen und davon abgeleitete Supersportwagen, die in extrem geringen Stückzahlen an zahlungskräftige Kunden gehen.https://search.app/WkWQbRSfCGmgqxYPA
Horizon stellt 400-kW-H₂BZ-Brennstoffzelle für schwere Nutzfahrzeuge vor
Horizon Fuel Cell Technologies mit Sitz in Singapur hat die VLS-IV-Brennstoffzelle mit einer hohen Ausgangsleistung von 400 kW vorgestellt. Das Unternehmen hat die neueste Brennstoffzelle für schwere Lastwagen und andere Hochleistungsgeräte entwickelt.
Neben einer hohen Leistung bietet die VLS-IV-Brennstoffzelle Vorteile wie eine hohe Fehlertoleranz und eine lange Lebensdauer – und das alles laut dem Unternehmen zu niedrigen Kosten. Horizon Fuel Cell Technologies bezeichnet das neue Produkt als „bahnbrechend“ und schätzt, dass es den Wasserstoffverbrauch in schweren Lastwagen mit Brennstoffzellenantrieb um bis zu 20 Prozent senken kann.
GSO-Schüler gewinnen mit selbstgebauten H₂BZ-Wasserstoffautos
Während in der Politik und auf den Straßen noch über die Vor- und Nachteile von Elektroautos und Verbrennern gerungen wird, haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse G10d der Gesamtschule Obersberg in Bad Hersfeld wasserstoffbetriebene Modellautos hergestellt und damit beim Wettbewerb «Social Media meets Wasserstoff» nun sogar den Sieg geholt.
Schulleiterin Kerstin Glende hatte ihre Fachkollegen, die Physiklehrer Andreas Hahn und Michael Wershofen, auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht. Sofort hatte das Projekt ihr Interesse geweckt und nach vielen Stunden der Vorarbeit und Planung weihten diese ihre Schüler in die Projektidee ein. «Wir haben zwei Klassensätze Brennstoffzellen gekauft, die nicht nur für das Projekt, sondern auch zukünftig im Physikunterricht verwendet werden können», erklärt die Schulleiterin.
Sieger: Beim Wettbewerb „Social Media meets Wasserstoff“ holten die Zehntklässler mit ihren Wasserstoffbussen den Sieg für die GSO. – Fotos: privathttps://search.app/A6BhLaDk8am4MNpg8
Klimaschutz-Forschungsschiff «Coriolis» soll die Umwelt schützen
Das umweltfreundliche Forschungsschiff «Coriolis» wurde auf der Hitzler-Werft in Lauenburg getauft. Mit innovativer Technik sollen nach Angaben des Helmholtz-Zentrums neue Maßstäbe in der Klimaforschung gesetzt werden.
Am Montagvormittag, 18. November 2024, ist auf der Hitzler-Werft in Lauenburg (Kreis Herzogtum Lauenburg) das hochmoderne Forschungsschiff «Coriolis» getauft worden. Mit seinem speziellen Antriebssystem, das Elektromotoren mit verschiedenen Energiequellen kombiniert, sowie einem weltweit einzigartigen Tanksystem zur Speicherung von Wasserstoff in Metallhydriden setzt das Schiff laut Helmholtz-Zentrum auf Nachhaltigkeit. Besondere Bedeutung hat zudem ein Membransystem, das CO₂-Emissionen und Stickoxide massiv reduziert.
Mercedes-Benz eCitaro fuel cell nun mit H₂BZ-Betriebsmodus
Daimler Buses hat den Mercedes-Benz eCitaro fuel cell weiterentwickelt, um die Einsatzmöglichkeiten des mit Brennstoffzellen-Technologie ausgestatteten Elektrofahrzeugs zu erweitern.
Ab sofort können die Busse mit einer neuen Betriebsstrategie, dem sogenannten „H₂-Mode“, betrieben werden, bei dem die Brennstoffzelle als alleinige Energiequelle fungiert. Diese Entwicklung richtet sich besonders an Verkehrsunternehmen, die über günstige Wasserstoffquellen verfügen oder auf kurze Betankungszeiten angewiesen sind und die Vorteile von Wasserstoff als Energiequelle nutzen möchten.
Hyundai enthüllt H₂BZ-Konzeptfahrzeug 650 km Reichweite
Hat der Brennstoffzellenantrieb eine Zukunft? Die Hyundai Motor Company sagt … Ja und stellte auf der „Clearly Committed“ Veranstaltung im Hyundai Motorstudio Goyang das Konzeptfahrzeug Initium mit Brennstoffzellenantrieb (FCEV) vor. Dies gibt einen Ausblick auf ein neues Serienfahrzeug, das Hyundai in der ersten Jahreshälfte 2025 präsentieren wird.
Das Konzept stellt einen Vorboten für ein Serienfahrzeug dar, das Hyundai in der ersten Jahreshälfte 2025 zeigen wird.https://search.app/23YYvmtMiiok3Dau5
Brennstoffzelle für Ammoniak löst mehrere entscheidende Probleme
Wasserstoff als Energieträger und vor allem Energiespeicher ist vielversprechend. Das Gas ist jedoch extrem flüchtig und nur mit Aufwand lagerbar. Ein Umweg verspricht Abhilfe.
Wasserstoff in Strom umwandeln, gelingt recht einfach. Das Problem ist die Speicherung. (Bildquelle: Bosch Hydrogen Energy)https://search.app/EXq7wySZTdkSpaN19
Fraunhofer-Institut baut Ammoniak-Brennstoffzelle
Das Brennstoffzellensystem könnte künftig von Kommunen oder kleinen Unternehmen genutzt werden, um sauberen Strom zu erzeugen.
Brennstoffzellen H₂BZ im Auto: Die Technologie für zuversichtliche Naturfreunde ist auf dem Vormarsch
Die H₂BZ-Technologie kann im Zuge der grünen Transformation eine ernsthafte Alternative zu batterieelektrischen Fahrzeugen und Verbrennermotoren darstellen.
Die Entwicklung der Brennstoffzellen-Technologie begann im 19. Jahrhundert, als der britische Physiker Sir William Grove 1839 die erste funktionierende Brennstoffzelle baute. In den 1960er-Jahren nutzte die NASA Brennstoffzellen zur Energieversorgung ihrer Raumfahrzeuge.https://search.app/33u6Q1Q2Lj24KmG26
Wasserstoffzug von Siemens: Erste Testfahrt im Allgäu
Der Wasserstoffzug von Siemens absolvierte seine zwölfminütige Jungfernfahrt auf der Strecke von Kaufbeuren nach Buchloe. Die H2-Bahn soll ab Mitte 2024 in einem 30-monatigen Pilotprojekt im Streckennetz zwischen Augsburg, Füssen und Peißenberg verkehren. Nach Ende des Projekts will das bayrische Verkehrsministerium entscheiden, ob Wasserstoffzüge in größerem Umfang durch den Freistaat fahren dürfen.
SFC Energy erweitert sein Angebot um Wasserstoff-Brennstoffzellen mit einer Leistung von 1,7 kW und 5 kW und erwirbt IP-Rechte und die bestehende Kundenbasis bei stationären H₂BZ-Wasserstoff-Brennstoffzellen von Ballard Power Systems Europe.
Die Autoindustrie verschläft eine weitere Revolution: H₂BZ
Die Industrie setzt weiterhin auf Wasserstoff H₂. Das sollte auch für die Autoindustrie gelten – doch diese zeigt kaum Interesse und könnte damit eine historische Chance verpassen. [Anm. d. Red.: Ja wirklich!]
Landkreis Rostock: Zwölf neue Wasserstoff-Busse im Einsatz
Seit Mittwoch, 2. Okt. 2024 sind im Landkreis Rostock zwölf neue Busse unterwegs, die ganz ohne Diesel und Benzin auskommen. Betankt werden sie mit lokal produziertem Wasserstoff H₂. Bis Ende des Jahres soll ein Drittel der Busflotte umgestellt werden.
Renault hat ein neues Familienauto-Konzept vorgestellt. Dank Brennstoffzelle als Range-Extender sollen 1.000 Kilometer Strecke im Verbrenner-Tempo gefahren werden können.
Wasserstoff-Auto von BMW! BILD-Zeitung fuhr Prototyp
Für 2028 hat BMW sein erstes mit Wasserstoff H₂ betriebenes Auto angekündigt. In Zusammenarbeit mit Toyota sollen die Brennstoffzellen entstehen. Doch der Münchner Automobilkonzern arbeitet schon länger mit dieser Technik, baute knapp hundert BMW ix5 Hydrogen in einer kleinen Prototypen-Serie, die nicht für den Verkauf gedacht sind.
Ende von Schweröl und Diesel – Diese Lösung soll die ganze Schifffahrt grün machen
Schwerölbetriebenen Ozean-Riesen drohen Hafen-Verbote, Reeder müssen bereits für ihren CO₂-Ausstoß bezahlen: Die Schifffahrt wartet sehnsüchtig auf grüne Lösungen. Eine Firma in Norwegen geht nun voran – und produziert bald H₂BZ-Brennstoffzellen in Serie. Unterstützung kommt aus Deutschland.
Erster Wasserstoffzug der Niederbarnimer Eisenbahn startet
Am Bahnhof im Ortsteil Basdorf gibt es dazu einen Festakt. Anschließend ist eine Sonderfahrt geplant. Die batterie-elektrisch und wasserstoff-betriebenen Züge kommen von Siemens Mobility. Ein Batteriezug hat eine Reichweite von rund 120 Kilometer, ein Wasserstoffzug erreicht bis zu 800 Kilometer.
Die Anlage wird mit gereinigtem Wasser befüllt und kann mit Strom aus der heimischen Solaranlage betrieben werden. Bis zu 40 Liter Wasserstoff pro Stunde können hergestellt werden. Die Reinheit des Wasserstoffs gibt Youon mit 99,99 Prozent an.
Die H₂BZ-Transporter von Renault und Opel der Sprinter-Klasse
präsentieren leichte Transporter mit Brennstoffzelle. Kleine H₂-Nutzfahrzeuge gibt es von vier Stellantis-Marken und anderen Herstellern. Hier die neuesten Last- und Lieferwagen.
Hyundai und Skoda Group: Gemeinsam für H₂BZ-Systeme
Skoda Group und Hyundai wollen mit einer Kooperation Wasserstoff als Energieträger voranbringen. Was daraus konkret folgen könnte, bleibt zunächst offen.
Mahle stellt neue Lösungen für H₂ Brennstoffzellen [kurz: H₂BZ] vor
Arnd Franz, Chef des Zulieferers Mahle, hat auf der IAA Transportation in Hannover ein neues Gesamtsystem für Brennstoffzellen-Lkw präsentiert, zu dem auch eine separat verwendbare E-Achse sowie Verdunstungskühlung gehören.
Opel zeigt auf der Hannover IAA Transportation den Movano mit H₂BZ Brennstoffzelle
Arnd Franz, Chef des Zulieferers Mahle, hat auf der IAA Transportation in Hannover ein neues Gesamtsystem für Brennstoffzellen-Lkw präsentiert, zu dem auch eine separat verwendbare E-Achse sowie Verdunstungskühlung gehören.
Nuvera und Viritech arbeiten bei H₂-Brennstoffzellen-Antrieben zusammen
Die Brennstoffzellen-Spezialisten Nuvera Fuel Cells aus den USA und Viritech aus Großbritannien planen eine Zusammenarbeit. Ziel ist es, bei der Vermarktung, dem Einsatz und der Unterstützung des VPT 60 N-Antriebsstrangs von Viritech für Nutzfahrzeuge zu kooperieren.
Vitesco Technologies wird seinen Achsantrieb EMR3 für ein weiteres Modell an Honda liefern. Der neue Auftrag umfasst den Einsatz des E-Antriebs im neuen CR-V e:FCEV, der im Laufe von 2024 in Kalifornien und Japan erhältlich sein wird.
Hyundai hält am Thema Wasserstoff als Energiespeicher für die Mobilität fest und will ab 2025 einen Nachfolger für den H₂BZ-SUV Nexo vorstellen.
Auf der CES in Las Vegas stellt Hyundai seine Wasserstoffstrategie vor. Die richtet sich im Mobilitätssektor vor allem auf die Nutzfahrzeugsparte – allerdings nicht nur. Denn auch beim Pkw lässt Hyundai in Sachen Wasserstoff nicht locker. So verkündete Hyundai CEO Jaehoon (Jay) Chang bei der Pressekonferenz in Las Vegas, dass die Koreaner nicht nur an der kompletten Wertschöpfungskette von Wasserstoff arbeiten wollen, sondern sich auch um einen neuen Brennstoffzellen-Pkw kümmern.https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/zweite-generation-hyundai-nexo-brennstoffzelle-suv-ab-2025/
BMW plant Serieneinsatz von Wasserstoff-H₂BZ-Autos
„Nach unserer Auffassung wird individuelle Mobilität in einer globalen Perspektive ohne Wasserstoff nicht die maximale Wirkung erzielen“, betonte Oliver Zipse.
Was bedeuten die Elemente O₂ und H₂ für die Energiewende?
«Wasser ist die Kohle der Zukunft» hat Jules Verne in seinem Roman «Die geheimnisvolle Insel» 1874 geschrieben und ist heute immer noch Zukunft. Ob er wohl damit gerechnet hat, dass es bis zur Zukunft bald schon anderthalb Jahrhunderte dauert? Viele Länder der Erde haben sich auf den letzten Konferenzen zum Kampf gegen den Klimawandel bekannt. Die Ausbeutung und der Missbrauch fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas soll zurückgefahren werden, um etwa bis Mitte des Jahrhunderts «klimaneutral» zu sein. Dabei soll endlich ein Element an Bedeutung gewinnen, über welches die Menschheit in kläglicher und beschämender Weise jahrhundertelang darüber hinweg stolpert(e): das chemische Element Wasserstoff H₂, welches am meisten in unserem Universum vorkommt. Wäre das nicht eine Chance für Europa oder überlassen wir diese Ressource wieder «den anderen zur Ausbeutung und zum Missbrauch»?
Die Investigativ Sendung MDR WISSEN zeigt, was Wasserstoff wirklich leisten könnte und was das Element H₂ für die Energiewende beispielsweise aber nicht nur in Deutschland bedeuten könnte. Wasserstoff ist vierzehnmal leichter als Luft, unsichtbar und geruchlos. Um das Element «fassbar» zu machen, begab sich die MDR-WISSEN-Reporterin Daniela Schmidt auf eine «Reise» quer durch Deutschland. Der Film zeigt, wo Wasserstoff in Zukunft eine Rolle spielen könnte, von energieautarken Einfamilienhäusern bis hin zu riesigen Stahlwerken. Die Zuschauer erfahren, wie das Element im Elektrolyseur gewonnen wird, was es mit grünem, blauem, rotem und grauem Wasserstoff auf sich hat und ob Wasserstoff wirklich so gefährlich ist, wie viele seit der Explosion des Zeppelins Hindenburg oder gar der Wasserstoffbombe denken.
Ein Werkzeug zur Berechnung komplexer Neuronenmodelle
Oren Amsalem, Neurobiologist at the HUJI
Wissenschaftler der Hebräischen Universität Jerusalem und des EPFL Blue Brain Project haben «Neuron_Reduce» entwickelt, ein neues Berechnungswerkzeug, mit dem die Wissenschaft komplexe Neuronenmodelle jedes Zelltyps auf einfache Weise vereinfachen und gleichzeitig die Input-Output-Eigenschaften erhalten kann. Gleichzeitig wird die Laufzeit der Simulation deutlich reduziert.
Detaillierte Neuronenmodelle, die aus Tausenden von Synapsen bestehen, sind der Schlüssel zum Verständnis der rechnerischen Eigenschaften einzelner Neuronen und großer neuronaler Netzwerke sowie zur Interpretation experimenteller Ergebnisse. Simulationen dieser Modelle sind jedoch rechenintensiv (unter Verwendung vieler Rechenstunden), was ihre Nützlichkeit erheblich verringert. Zum ersten Mal haben Wissenschaftler der Hebrew University of Jerusalem und des EPFL Blue Brain Project einen einzigartigen analytischen Ansatz für die Herausforderung formuliert, die Komplexität von Neuronenmodellen zu reduzieren und dabei ihre wichtigsten Eingabe- / Ausgabefunktionen und ihre Rechenfähigkeiten beizubehalten.