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Bosch-Team gewinnt Deutschen Zukunftspreis für Brennstoffzellen-Antriebssystem

Der Preis ist eine herausragende Anerkennung für das gesamte Team. Er zeigt, welches Innovationspotenzial in Wasserstoff steckt – und welch entscheidende Rolle Bosch dabei spielt.

„Die Technologie steht bereit. Jetzt braucht es auch den politischen Willen, den Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoff-Wirtschaft konsequent voranzutreiben. Nur so können Brennstoffzellen-Antriebe für Nutzfahrzeuge zur Alltagstechnologie werden. Als Industrie haben wir unsere Hausaufgaben gemacht.“

„Mit dem Fuel Cell Power Module [FCPM] zeigt Bosch, dass Wasserstofftechnologie serienreif ist und einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs leisten kann. Die Kombination aus Ingenieurskunst, Erfahrung und Systemverständnis macht das Antriebssystem zu einem wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität.“

Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

Das prämierte Fuel Cell Power Module [FCPM] wandelt Wasserstoff und Sauerstoff in elektrische Energie um. So können Nutzfahrzeuge auf langen Strecken vollständig CO₂-frei betrieben werden – sofern sie grünen Wasserstoff im Tank haben. Die einzige verbleibende Emission ist Wasserdampf. Damit leistet Bosch einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität im Güterverkehr. Schwere Lkw verursachen in der EU mehr als ein Viertel der CO₂-Emissionen des Straßenverkehrs, sind gleichzeitig aber unverzichtbar für den Waren- und Gütertransport.

Mehrere tausend Lkw sind mit Bosch-System auf der Straße

Der Serienstart des FCPM erfolgte 2023 im Werk Stuttgart-Feuerbach, kurz darauf auch im chinesischen Chongqing. Mit mehr als tausend Einzelteilen zählt das FCPM zu den komplexesten Systemen in der fast 140-jährigen Bosch-Geschichte – und zugleich zu den zukunftsweisendsten. Vom Stack über die Rezirkulationspumpe bis hin zum Luftverdichter stammen alle Schlüsselkomponenten aus eigener Entwicklung und Fertigung. Das Antriebsmodul selbst kann dort eingebaut werden, wo bislang der Verbrennungsmotor seinen Platz hat. Statt Dieseltanks kommen Drucktanks für den Wasserstoff zum Einsatz. Die Betankungszeiten sind mit rund 15 Minuten vergleichbar. Je nach Fahrzeuglayout sind bei ökonomischer Fahrweise bis zu 1000 Kilometer mit einer Tankfüllung von rund 70 Kilogramm Wasserstoff möglich.

Bereits heute sind weltweit mehrere tausend Lkw mit dem FCPM von Bosch unterwegs. Die im Feld befindlichen Module generieren wertvolle Entwicklungsdaten: Viele Systeme existieren sowohl physisch im Fahrzeug als auch als Digitaler Zwilling im virtuellen Raum. Parameter wie Temperatur, Druck und Verschleiß lassen sich kontinuierlich überwachen und können direkt in die Entwicklung der nächsten Generation des Antriebssystems einfließen. Die FCPM-Technik kann dabei nicht nur in Lkw genutzt werden, auch Antriebe für Busse oder maritime Antriebe lassen sich realisieren. Zudem können Rechenzentren dezentral mit CO₂-frei erzeugtem Strom versorgt werden. In PEM-Elektrolyse-Stacks (PEM = Protonen-Austausch-Membran), die nach dem umgekehrten Prinzip funktionieren, nutzt Bosch die Technologie außerdem für die Erzeugung von Wasserstoff aus Wasser und Strom – einem weiteren wichtigen Baustein in der Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Nach dem Markteintritt seiner Elektrolyse-Stacks im April hat das Unternehmen kürzlich erstmals einen Elektrolyseur mit eigener Elektrolyse-Technik am Standort in Bamberg in Betrieb genommen.

Fünfmal war Bosch zwischen 1998 und 2013 für den Deutschen Zukunftspreis nominiert, dreimal wurden Teams von Bosch oder mit Bosch-Beteiligung ausgezeichnet: 2005 für Piezo-Injektoren, 2008 für smarte Sensoren sowie 2013 gemeinsam mit Trumpf und der Uni Jena für Ultrakurzpulslaser. Mit dem Deutschen Zukunftspreis 2025 für das Fuel Cell Power Module führt Bosch diese Erfolgsgeschichte fort. Das Unternehmen zeigt damit nicht nur seine technologische Stärke, sondern auch seine Vision für die Zukunft: Eine Welt, in der Wasserstoff und Brennstoffzellen entscheidend zur Dekarbonisierung des Verkehrs beitragen.

Deutscher Zukunftspreis 2025 Award for Bosch

Quelle: Grafik erstellt mit Microsoft Copilot, 2025. Verwendung im Rahmen redaktioneller Berichterstattung zulässig.

Weitere Hinweise und Quellen

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H₂ Enegiespeicher mit rSOC

Composite air electrodes based on BaCe0.7Zr0.1Y0.1Yb0.1O3−δ for reversible Solid Oxide Cells

Abstract

Reversible solid oxide cells—devices that interconvert electricity and chemical fuels—commonly use composite air electrodes combining oxygen-ion-conducting Gd0.1Ce0.9O2–δ (GDC) with an electronically conductive catalyst to maximize the three-phase boundaries and minimize interfacial resistance. Despite the effectiveness of this architecture, performance improvements have plateaued. Here, we demonstrate that replacing GDC with mixed proton-, oxygen-ion- and hole-conducting BaCe1−xZrxO3-based materials (for example, BaCe0.7Zr0.1Y0.1Yb0.1O3−δ, BCZYYb7111) balances the electronic and ionic conductivity of the composite electrode, altering the reaction pathway to a lower-barrier rate-determining-step, and expanding the electrochemically active region to the entire electrode surface. In a configuration where the highly active misfit-layered Gd0.3Ca2.7Co3.82Cu0.18O9−δ catalyst is composited with BCZYYb7111, the reversible solid oxide cell achieves 7.08 W cm−2 in fuel-cell mode and –7.88 A cm−2 at 1.3 V in electrolysis mode using an yttria-stabilized zirconia electrolyte at 800 °C. This compositing strategy also enhances the performance of other popular oxygen electrocatalysts.

Bedeutung der Formel BaCe0.7Zr0.1Y0.1Yb0.1O3−δ

Diese chemische Formel beschreibt ein komplexes Metalloxid mit einer Perowskit-Struktur, das vor allem in der Materialwissenschaft und der Wasserstofftechnologie (z. B. für Hochtemperatur-Brennstoffzellen oder Protonenkeramik-Zellen, PCFCs) als protonenleitender Elektrolyt eingesetzt wird.

H₂-Energiespeicher mit rSOC: Der Gamechanger für die Energiewende?

Reversible Festoxidzellen (rSOCReversible Solid Oxide Cells) gehören zu den faszinierendsten Technologien im wissenschaftlichen Fokus, weil sie das fundamentale Effizienzproblem von Wasserstoff lösen können. Ein fundierter Fachaufsatz im renommierten Journal Nature EnergyReversible Solid Oxide Cells) gehören zu den faszinierendsten Technologien im wissenschaftlichen Fokus, weil sie das fundamentale Effizienzproblem von Wasserstoff lösen können. Ein fundierter Fachaufsatz im renommierten Journal Nature Energy liefert hierfür die perfekte wissenschaftliche Grundlage. [1, 2]

In der Debatte um die Wasserstoff-Wirtschaft fällt immer wieder ein grosses Argument der Kritiker: Der schlechte Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Strom zu Gas und zurück zu Strom. Doch eine technologische Innovation, die regelmässig die Spitzenplätze in führenden Fachjournalen wie Nature Energy belegt, könnte dieses physikalische Dilemma bald lösen: Reversible Solid Oxide Cells (rSOC). [1, 2]

Was wie Science-Fiction klingt, ist im Kern ein hocheffizientes, elektrochemisches All-in-one-System. Es verwandelt die grüne Energiewelt von Grund auf. [1]

🔎 Was genau ist ein rSOC-System?

Herkömmliche Wasserstoff-Systeme benötigen zwei separate, teure Geräte: einen Elektrolyseur, um aus Strom Wasserstoff herzustellen, und eine Brennstoffzelle, um aus dem Wasserstoff später wieder Strom zu gewinnen. [1, 2]

Ein rSOC-System bündelt beide Funktionen in einem einzigen Apparat: [1, 2]

  • Modus 1 (SOEC – Elektrolyse): Gibt es im Sommer einen massiven Überschuss an Solar- oder Windstrom, spaltet die Zelle Wasserdampf hocheffizient in reinen Wasserstoff und Sauerstoff auf. Der Wasserstoff wird als Langzeitspeicher für den Winter komprimiert oder in Feststoffspeichern gelagert. [1, 2, 4]
  • Modus 2 (SOFC – Brennstoffzelle): Herrscht im Winter eine «Dunkelflaute» und das Stromnetz droht einzubrechen, schaltet dieselbe Zelle einfach in den Rückwärtsgang. Sie verbrennt den gespeicherten Wasserstoff rückstandslos und liefert sofort wieder sauberen Strom und Wärme. [1, 3]

📈 Der «Nature Energy»-Vorteil: Bis zu 80 % Wirkungsgrad durch Abwärme

Warum sorgt rSOC in der Wissenschaft für so viel Aufsehen? Das Geheimnis liegt in der Betriebstemperatur. rSOCs arbeiten im Hochtemperaturbereich zwischen 600 °C und 900 °C. [1]

Während herkömmliche Niedertemperatur-Elektrolyseure viel Energie ungenutzt als Abwärme an die Umwelt verlieren, nutzt die rSOC-Technologie diese extreme Hitze clever aus: [1]

  1. Im Brennstoffzellen-Modus entsteht ohnehin Hitze, die für industrielle Prozesse oder Nahwärmenetze ausgekoppelt werden kann.
  2. Im Elektrolyse-Modus wird diese Wärme genutzt, um Wasser vorzuheizen. Weil dampfförmiges Wasser deutlich weniger elektrische Energie zur Spaltung benötigt als flüssiges Wasser, schießt der Wirkungsgrad massiv in die Höhe. [1, 2, 3, 4]

Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass rSOC-Systeme bei optimaler Wärmeintegration einen Gesamtwirkungsgrad (Round-Trip Efficiency) von bis zu 80 % erreichen können. Das schlägt die herkömmliche Wasserstoff-Kette um Längen und macht das reine Schöpfungselement Wasserstoff ökonomisch absolut konkurrenzfähig. [1, 2, 3]

⚠️ Die Hürden bis zur Marktreife

Obwohl die Technologie genial ist, kämpft sie laut den Forschungsberichten noch mit zwei Herausforderungen: [1]

  • Materialstress: Der ständige Wechsel zwischen Laden (Abkühlung/chemische Reduktion) und Entladen (Erhitzen/Oxidation) beansprucht die keramischen Hochleistungs-Elektrolyte enorm. [1, 2]
  • Investitionskosten: Die extrem hitzebeständigen Materialien sind in der Herstellung noch teuer. Hier braucht es die industrielle Massenfertigung, um die Preise für den Mittelstand und Kommunen drastisch zu senken. [1, 2]

💡 Fazit für die Energiewende

Die rSOC-Technologie zeigt eindrücklich, dass die physikalischen Grenzen von Wasserstoff nicht in Stein gemeisselt sind. Wenn wir aufhören, Milliarden in die fossile Verbrennung der Vergangenheit zu stecken, und stattdessen diese hocheffizienten All-in-one-Systeme fördern, hat der Mensch ein mächtiges Werkzeug in der Hand. Es ist an der Zeit, die Technologie aus den Laborberichten von Nature Energy auf die Dächer und in die Industriegebiete der Schweiz zu bringen! [1, 2, 3, 4]

Weitere Hinweise und Quellen